Geschichte des Münsterplatzfestivals

40 Jahre SSF Festival – ein Fest von Sportlern für ihre Stadt

Manchmal genügt eine gute Idee in gemütlicher Runde um etwas sehr Gutes zu entwickeln. So geschehen im Jahre 1974, beim wöchentlichen Stammtisch hatten einige Alt-SSF´ler die Idee, den Verein mit seinen vielfältigen Möglichkeiten einmal zu den Bonnern in das Herz der Stadt zu bringen.

Damals war es noch deutlich einfacher, solche Ideen auch um zu setzten. So benötigten Vorstand, mit zahlreichen Helfern und einige „Rheinische Lösungen“ nur 6 Monate bis zur Eröffnung des 1. SSF Festivals am Samstag, den 04.10.1975 auf dem Bonner Marktplatz.

Die Rathaustreppe war mit großen SSF-Emblemen und –Schildern, die auf die vielfältigen Möglichkeiten des Clubs aufmerksam machten, geschmückt. Die Möglichkeit, sich den Bonnern mit eigenen Ständen und Ideen zu präsentieren, wurde von allen Abteilungen begeistert genutzt. Da aber auch das Leibliche Wohl auf keinen Fall zu kurz kommen sollte, bildeten Abteilungsstände und Verpflegungsstände einen großen Kreis um den Obelisken auf dem Marktplatz. Im Mittelpunkt stand schon damals eine große Bühne. Auf dieser wurde den Bonnern, neben der Vorstellung vieler erfolgreicher Vereinssportler, auch ein großes Unterhaltungsprogramm geboten.

Damals hätten sich „die Erfinder “ nicht vorstellen können, dass ihre Idee so attraktiv war und das Festival nach 40 Jahren immer noch zum festen Bestandteil des Bonner Veranstaltungskalenders gehört.

Höhepunkte

Von vielen Höhepunkten des Festivals sind einige besonders im Gedächtnis geblieben. Zahlreiche Künstler sind schon auf der SSF Bühne aufgetreten. So begeisterte 1981 Rolf Kuhn mit seiner Musik und zog mehr als 50.000 Besucher auf den Marktplatz. Rheinischer ging es 1982 beim Auftritt von Trude Herr und 1985 beim Geschenk der Kölner Kult Band „Höhner“ zum 10-jährigen Jubiläum zu. Auch eine Modenschau und der Besuch von Marlen Chanel haben für Publikumsandrang gesorgt. 1987 brachten der größte Skischuh der Welt und zwei Jahre später ein riesiger Tauchturm mit 30 Bullaugen die Bonner zum Staunen. 1987 hat ein Spaßvogel ausgerechnet, dass neben anderen Leckereien 8.000 Stück Reibekuchen und fünf Kilometer Bratwurst verspeist wurden.

Mitmachaktionen und Spaß an Bewegung vermitteln

Aber seit 40 Jahren haben die Bonner die Aktionen und Auftritte der SSF-Abteilungen besonders in ihr Herz geschlossen. Seit 1983 ist das Wasserbecken der Kanuabteilung oder die Torwand der Wasserballer fester Bestandteil des Festivals. 1981 ließen sich die Wasserballer etwas besonders einfallen und tauschten die Torwand gegen die Köpfe der Vorstandmitglieder aus.

Bis heute regen „Live Acts“ der Tanzsportabteilung, Aerobic, Zumba Cabpoeira und vieles mehr die Besucher zum Mitmachen an.

Besonders den jüngsten Besuchern soll der Spaß an der Bewegung vermittelt werden und so gehören ein Kletterturm oder Gerüst genauso zum festen Bestandteil wie auch kindgerechte Sportgeräte. Auf dem Floorballfeld können Kinder den Sport mit dem schnellen Ball ausprobieren oder aber den Kindern der Judoabteilung beim Training zuschauen.

Ehrung von Sportlerinnen und Sportlern

Bei aller sportlichen Aktivität sollen an einem solchen Tag auch immer die Erfolge der Leistungssportler gefeiert werden. Herausragend ist hier sicherlich der Olympiasieg von Lena Schöneborn 2008 in Peking. In früheren Zeiten waren es die Schwimmer, die mit ihren Erfolgen für Aufsehen gesorgt haben.

Vom Schwimmverein zum Mehrspartenverein

Heute zeigen die vielen Erfolgen in anderen Sportarten, dass der Verein eine Wandlung vom Schwimmverein zum Mehrspartenverein mit vielen Möglichkeiten in Leistungssport sowie im Breiten- und Gesundheitssport durchgemacht hat.

Aber gerade diese Vielfältigkeit macht den Verein so liebenswert. Denn damals wie heute gibt es zahlreiche SSF´ler, die Ihren Verein mit Herz und Seele lieben.

Ute Pilger