Das Bäderkonzept

Als Kernstück des zukunftsorientierten Bäderkonzeptes wird ein neues Familien - Schul und Sport Bad in Dottendorf sein. Mit der Planung und dem Bau des Badneubaus  wurden die Stadtwerke Bonn beauftragt, die Kosten werden von den Stadtwerken getragen. Das Hardtbergbad wird saniert und in Zukunft als Kombibad weitergeführt. Das Hallenbad in Beuel wird ebenfalls saniert und eine mögliche Betriebsführung durch die SSF Bonn soll geprüft werden. Das seit Mai 2016 auf Grund erheblicher technischer Mängel geschlossene Kurfürstenbad wird nicht wieder eröffnet. Bis zur Fertigstellung des neuen Schwimmbades soll über das Freibad Friesdorf eine Traglufthalle errichtet werden. Nach Fertigstellung des neuen Bades wird die Schwimmnutzung im Frankenbad eingestellt und es soll mit der Umsetzung eines Folgenutzungskonzepts begonnen werden. Neben 26,4 Mio. Euro für die Sanierung von Hardtbergbad und Beueler Bütt sind auch Gelder für die Vorbereitung eines  Nutzungskonzeptes des Frankenbades und Platzes sind im Haushalt eingestellt.

Seit Jahren verhindern fehlende Finanzmittel die Sanierung der Bäder

Der Doppelhaushalt 2017/2018 wurde am 08.12.2016 vom Stadtrat verabschiedet. In diesem Haushalt sind 26,4 Mio. für die Sanierung der Bäder eingebracht. Dieses Geld wird zum größten Teil für die Planung und Durchführung der Sanierungsarbeiten des Hardtbergbades benötigt, ein weiterer Teil wird für die Instandsetzung der Beueler Bütt und der Freibäder. Vor dem Hintergrund dass bereits 2010 gutachterlich festgehalten wurde, dass für die Sanierung aller Bonner Hallenbäder rd. 45 Mio. Euro benötigt werden, ist zu erkennen das eine Sanierung aller Bäder auf Grund fehlender Finanzmittel nicht möglich sein wird. Fehlende Bereitschaft , die benötigten hohen Summen zur Verfügung zu stellen, hat seit Jahren zum Stillstand bei der Bädersanierung und 2010 zur Schließung des Viktoria Bades in der Innenstadt geführt.

Blick nach vorn und die Zukunft planen

Der Begriff „Stadtteilbäder“ ist nicht richtig, denn die Bäder wurden bereits vor der kommunalen Gebietsreform 1969 geplant. Knapp 50 Jahre nach der kommunalen Gebietsreform sollten sich sicher alle als  Bürger der Stadt Bonn fühlen, egal in welchem Stadtteil sie leben. Das neue Schwimmbad wird ein Bad für alle Bürger der Stadt Bonn. Wenn die UN Stadt Bonn weiterhin eine attraktiver Wirtschaftsstandort bleiben möchte, ist eine an die Bedürfnisse der modernen Stadtgesellschaft angepasste Infrastruktur ein wichtiger Baustein. Leider muss manchmal etwas „Altes“ weichen, um der Zukunft und etwas „Neuen“ Platz zu machen.

Ute Pilger